Tischgebet
Was wäre, wenn ich bei Bekannten zum Essen eingeladen werde, wir alle am Tisch sitzen und plötzlich fragt mich der Gastgeber, ob ich das Tischgebet spreche?
oder ich soll zu Weihnachten religiöse Lieder mitsingen? oder was ist wenn ich in einen Gottesdienst gewzungen werde?
Nagut, für letzteres habe ich mir überlegt, dass ich beim singen heimlich Lieder von Nirvana einstimme. Was man wärend des allgemeinen Blabla ihr Sünder schmort in der Hölle Bla machen kann um sich die Zeit zu vertreiben? Für Vorschläge bin ich dankbar
Ich denke GameBoy spielen ist etwas zu.. hm obwohl?!
Da kommt mir noch eine andere Frage, was schenkt man einem Pastor zum Geburtstag? Ich kenne zwar keinen, aber man weiß ja nie.. Spontan dachte ich an einen aufblasbaren Messdiener mir 2 Löchern, aber selbst nach stundenlanger Recherche auf einschlägigen Erwachsenenspielzeug-Webseiten, nichts
Es gibt ja verdammt viele Religionen und Sekten (wo ist da eigentlich der Unterschied? die Anzahl der Fanatiker?), aber das katholische Christentum macht mir am meißten Kopfzerbrechen. Sex vor der Ehe –> Hölle, wieviele halten dieses Gebot ein? und wenn man dieses bricht und dann in jedem Fall in die Hölle kommt, warum sich dann noch an die anderen Gebote halten? du sollst nicht an dir rumspielen oder du wirst blind, du sollst nicht deines Nachbarn Weib unter den Rock glotzen oder wie auch immer die lauten..
Ich glaube, dass ich niemals dahinter kommen werde, warum so viele Menschen einer Religion angehören, aber ich freue mich, wenn sie dadurch ein glücklicheres Leben leben.
Wie seht ihr das? Religion, etwas gutes oder etwas das uns in der Entwicklung aufhält?



Jijuro aka Jules
Tjah, Joscha, ich schenke Geistlichen meist eine Packung nächstenliebe …
Aber mal zum Thema. Ich unterscheide dabei zwischen
Glauben
Religion
Religiöse Institution.
Glauben selbst ist etwas gutes – finde ich – wenn er nicht zu fanatisch und dogmatisch ist. Man glaubt an eine höhere Macht, einen über alles stehenden Plan, ein kosmisches Gefüge – Es muss also nicht immer GOTT oder ein Gott oder ein ganzes Team von Göttern sein, es kann auch einfach etwas völlig gegenstandsloses wie die Kausalität. Daran ist erst ein mal nichts verkehrt, denn der Glauben an etwas kann einem Halt und Kraft geben, ein Leitfaden für das Leben sein oder sich anderweitig positiv auswirken (auch negativ, aber das liegt dann wieder in der Auslegung oder dem Handeln des Menschen).
Kommen wir zu Religionen. Sie sind in erster Linie schon deswegen ein Rückschritt, dass sie versuchen, einen Glauben, der absolut frei ist, in eine gewisse Form zu zwängen. Man gibt dem ganzen Namen und Formen, Götzenbilder (und das Kreuz und ein daran hängender Jesus sind für mich keine Ausname!) und vor allem REGELN, GEBOTE oder GESETZE die einzuhalten sind, dabei sollte doch jeder seinen Glauben so ausleben können, wie er das will, oder? Natürlich tun das viele Menschen auch und legen die Regeln nach persönlichen Maßstäben aus, doch sieht man hier schon eine einschränkung. Wer sich allerdings mit einer Religion völlig identifizieren kann, der soll sich ruhig daran bedienen, so weit wie er das möchte.
Beides hat jedoch auch den Vorteil, den ich stark hervorheben möchte, dass dabei moralische Grundprinzipien festgelegt werden, die ich für sehr wertvoll halte. Liebe deinen nächsten, sei tugendhaft und selbstlos, ehre deine Alten, liebe deine Kinder usw. Eigentlich kann man, wenn man diese Gedanken weiterspinnt, alle anderen moralischen Richtlinien aus diesen Grundprinzipien der “Liebe” herleiten – tun nur leider die wenigsten.
Kommen wir nun zum Krebsgeschwür des Glaubens: Religiöse Institutionen. Sie sind sowas wie der Vorschlaghammer der Religionen. Sie Dogmatisieren schlimmer als eine Religion dies alleine jemals könnte, die zuvor noch recht lockeren Regeln werden zu absolut einzuhaltenden Gesetzen, bei deren Verstoß das Höllenfeuer droht! Ihre Macht beziehen sie somit aus der Furcht des Menschen vor dem ungewissen, da keiner weiß, was nach dem Tod wirklich auf sie wartet, und viele Menschen sind so gutmütig, dass sie dem Pastor da oben glauben, der von seiner Tribühne herunterbetet, dass sie alle in der Hölle schmoren werden. Früher hat die Kirche direkt Ablasszettel verkauft, mit denen man sich in den Himmel kaufen konnte, heute bezahlt man eben Kirchensteuern und schon ein besseres Gewissen und weniger Angst. Oder man kauft noch allerhand Plastikspielzeug bei Toys’r'Scientology, das wirklich mit Marketingkonzepten aufwartet, mit denen man sonst nur Kinder reinlegt: eine schlechte, fiktive Science-Fiction-Story als Grundlage für überteuertes Merchandise, ohne das man nicht mehr leben kann … also Quasie wie Kinderserie und Spielzeug
irgendwie traurig …
Abgesehen davon, dass diese “Kirchen”, ob Scientology, Christlich Katholisch oder sonst wie, das ganze Geld sicherlich nicht in eine Schale stopfen und darauf warten, dass Gott, Jehova oder L. Ron Hubbert das ganze abholen und damit ihren gläubigen Anhängern einen Platz im Himmel zu reservieren (oder einem Raumschiff oder sonstwas) … sondern es in andere Sachen investieren. Viel von dem Geld fließt in die eigenen Taschen, und man munkelt von vielen illegalen Geschäften , auf die ich garnicht näher eingehen möchte. Ich gebe zu, dass die Institution Kirche AUCH gutes tut – aber leider in so geringem Maße, dass es die Täuschungen, Lügen und verbrechen bei weitem nicht mehr aufwiegen kann …
Also, Glaube ist was schönes, Religion ist ok, aber die Institutionen sind eine Pest, da sie einfach zu viel Macht besitzen, und wie sagt man so schön. “Macht korrumpiert. Und absolute Macht korrumpiert absolut!”
Das ist meine Meinung zu dem ganzen. So kurz wie möglich
GreeZe da Jules
◄Joscha►
Hey da Jules
Deine Einteilung gefällt mir, allerdings ist es ja so, dass die meißten Gläubigen einer Religion angehören, die dann von einer Institution geleitet wird – schwimmende Übergänge. Daher steck ich sie alle in eine Schublade, es ist nicht gerecht, aber sonst müsste ich hier mehrere tausend Seiten schreiben
Ich sitze gerade in einer Vorlesung und habe mir geracde böse Blicke des Dozenten eingefangen, weil ich bei “Toys ‘r’ Scientology” herzlich loslachen musste
Warum lachen eigentlich auch Leute über Scientologen, die selber an Zombies glauben (Jesus krabbelte ja aus seinem Grab -> Untoter
)?
Jules
Joscha, da hast du nicht ganz unrecht, LEIDER ist es so
andersherum gibt es eben viele, die ihren Glauben außerhalb der Richtlinien Kirchlicher Instituionen ausleben und damit ganz gut fahren. Das kann man sich jedoch nicht in jeder Gesellschaft erlauben, nicht überall auf der Welt sind die Leute so Liberal, Religionsfreiheit hat sich noch nicht überall durchgesetzt.
Da fällt mir ein nettes Zitat von ner Freundin ein: “GOTT sei Dank gibt es auf GOTTES schöner Erde noch Religionsfreiheit”. Irgendwie lustig
Das Thema ist so groß und weitläufig, dass man es, wie du schon richtig gesagt hast, niemals über die Kommentare auf einem Blog vollends ausdiskutieren könnte.
Meine Hoffnung ist, dass sie den Vatikan abschaffen, alle Gebäude die solchen Institutionen gehören einem WIRKLICH guten Zweck zukommen, der Fanatismus ausstirbt, jeder glauben darf, was er will, ohne diskriminiert, verfolgt oder getötet zu werden … und schweine fliegen, weil ich das einfach mal sehen will. Aber all diese Wünschen scheinen in gleichermaßen greifbarer Nähe zu sein, wenn du verstehst, was ich meine =) leider.
GreeZe da Jules